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Hausverwaltung in Zuffenhausen

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Zuffenhausen wurde 1931 nach Stuttgart eingemeindet und ist nach Bad Cannstatt und Vaihingen der drittgrößte der äußeren Stadtbezirke. Das Gebiet ist seit etwa 7500 Jahren wegen der dortigen guten Böden und der Nähe zum Wasser fast kontinuierlich an verschiedenen Stellen besiedelt gewesen. Der Name leitet sich wohl von einem Uffo oder Offo ab, einem alamannischen Siedler aus dem 7. Jahrhundert. Zuffenhausen wurde 1204 als Bauerndorf im Besitz des Klosters Bebenhausen erstmals urkundlich erwähnt und 1907 vom Pfarrdorf zur Stadt erhoben. Zum Stadtbezirk gehören heute außer Zuffenhausen noch die Siedlung Neuwirtshaus, das Dorf Zazenhausen und der nach 1945 vor allem für Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten errichtete Stadtteil Rot. Weltberühmt ist Zuffenhausen als Hauptsitz der Firma Porsche.

Geographie und Topografie

Topografisch liegt Zuffenhausen im Grenzbereich zweier Naturräume in einem vom Feuerbach geschaffenen Tal bei 255 Meter (Mühle), das sich nach Zazenhausen weiter auf 252 Meter einsenkt. Nach Norden und Nordwesten erstreckt sich die weite Gäuplatte des „Langen Feldes“ mit ihren flachen Wellen in einer Höhe von über 300 m (Neuwirtshaus 327 m), das hier den östlichen Teil des Strohgäus bestimmt. Es ist fruchtbares Ackerland und weitgehend baumfrei. Im Süden liegt das Gebiet der Stuttgarter Berge, im Osten das Neckartal und dahinter das Bergland des Schurwaldes. Im Gebiet von Zuffenhausen selbst gibt es unregelmäßige Anstiege, von denen der Burgholzhof mit 359 Meter der höchste ist.

Diese topografische Situation war auch verkehrs- und siedlungsgeografisch von großer Bedeutung, denn hier, im Nordteil der Stuttgarter Bucht, verlief von alters her eine wichtige nordsüdliche Verkehrsachse über den 305 Meter hohen Pragsattel, der bis heute der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Stuttgarts ist. Der Fernverkehrsweg führte von dort einst zwar westlich an Zuffenhausen vorbei über Stammheim nach Norden, doch nahe genug, um Zuffenhausen in seiner Geschichte immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Auf dieser Chaussee fuhr am 29. August 1797 Johann Wolfgang von Goethe auf seiner dritten Reise in die Schweiz von Ludwigsburg „hinab nach Zuffenhausen“ und Stuttgart.[1]

Die Anlage der Siedlungen auf der Gemarkung war sowohl von der Qualität des Bodens und der Nähe der Gewässer wie auch von der Möglichkeit bestimmt, auf dem welligen und vom Feuerbach und seinen Nebenbächen her ansteigenden Land Siedlungen in relativ hochwassersicheren Bereichen anzulegen, ohne sich allzu weit vom Wasser zu entfernen bei gleichzeitiger Nähe zu den großen, hier vorbeiführenden Handelswegen.

Geologie

Die Geologie ist durch den Charakter einer Schichtstufenlandschaft bestimmt, bei der topografisch ein vielgestaltiges Bild vorherrscht und in der unterschiedliche Gesteinsschichten zutage treten, so wie sie jeweils in dem vor 240 bis 145 Millionen Jahren hier befindlichen flachen tropischen Meer abgelagert wurden. Dies ist insbesondere als unterste Schicht der Muschelkalk, der hier vor allem in Steinbrüchen zutage tritt und zahlreiche Versteinerungen führt. Darüber liegen Letten- und Gipskeuper, die beide zeigen, dass das Gebiet damals auf Meereshöhe lag. Es folgt Schilfsandstein, der dem Delta eines alten Flusssystems entstammt und hier nur noch auf den höheren Flächen des Lembergs und Burgholzhofes erhalten ist. Darüber liegende Schichten sind im Zuffenhäuser Gebiet wegen der geringen Höhe nicht zu erwarten, treten nur eng begrenzt aufgrund lokaler Verwerfungen auf. Dabei sind höhere Schichten des Keupers und Stubensandstein erhalten. Quer durch Zuffenhausen verläuft dabei eine große Verwerfungslinie, die plattentektonisch vor etwa 65 Millionen Jahren während der Bildung der Alpen entstanden ist, die sog. Schwieberdinger-Zuffenhäuser-Cannstatter Verwerfung. Sie hat eine Sprunghöhe von ca. 110 Meter, und an ihr steigt das Mineralwasser in Cannstatt hoch. In Zuffenhausen führte sie dazu, dass durch ihren irregulären und durch Einbrüche stark gestörten Verlauf in Steinbrüchen auf etwa gleicher Höhe abwechselnd Muschelkalk oder Gipskeuper zutage trat, weiter westlich bei Neuwirtshaus sogar Kiesel- und Stubensandstein.

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